27.07.2009

Montag

Facebook ist eine sinnlose Zeitfressmaschine auf der eigentlich nichts passiert, was eine Rechtfertigung darstellt 3 mal am Tag eingeloggt zu sein. Denn Statusmeldungen wie:
" ... ahhhhhhhhhhh fuck off!"
" ... Welche Berliner U-Bahn bist Du? Die U2"
"... 31 Temmuz Cuma Düğün.. Geri Sayım Başladı sanırsam :)"
"... wartet noch auf Unwetter."
führen zu gedachten Antworten wie: Wen interessierts oder get a real life?
Facebook ist der virtuelle Kühlschrank. Früher bin ich bei Lustlosigkeit und Konzentrationsschwäche in regelmäßigen Abständen zum Kühlschrank gepilgert, um zu überprüfen, was sich da so getan hat. Hat sich nie was geregt, stand alles noch genauso da wie zwei Stunden vorher. Auf Facebook regt sich auch selten was und ich schau trotzdem wieder rein.

Montag

Folgendes Gespräch führten mein Vater und seine Cousine,gegen 12 Uhr nachts, zum 60ten Geburtstag eines lieben Verwandten, bei moderater Musiklautstärke, sehr viele waren schon aufgebrochen und es wurde wenig getanzt:
Cousine: "Naja, das ist nicht mehr zu vergleichen mit der Feier zum 40ten oder dem 50ten Geburtstag."
Vater Z: "Wie bitte?"
Cousine (etwas lauter): "Das ist nicht mehr zu vergleichen mit der Feier zum 40ten oder dem 50ten Geburtstag."
Vater Z: "Wie bitte?"
Cousine (sehr laut): "Das ist nicht mehr zu vergleichen, mit der Feier zum 40ten oder dem 50ten Geburtstag."
Frau Z: "Ja, damals hörten die Gäste auch besser."

21.07.2009

Dienstag

Ein Freibad mit einem graumelierten, schlanken Bademeister, der aussieht als wäre er gerade aus seinem Maßanzug entstiegen und wöllte nur ein paar Bahnen schwimmen. Er thront braungebrannt auf seinem Stuhl über allen und verkündet mit einem kurzen Pfeifen und seinem Zeigefinger den Missetäter, und somit das Fehlverhalten. Dabei bewegt sich nur der eine Finger, um auf den Seitenbomber, Schuhträger, ... zu zeigen und ranzuwinken an seinen Stuhl. Der übrige Arm ruht weiter lässig auf der Lehne. Wohin er schaut, was er beobachtet, welcher Frau er hinterher schaut - nur die Richtung, Details vertuscht die Sonnenbrille.
Punkt 18:30 nimmt er sein Plastikbeutelchen, seinen Rettungsring und die Kaffeetasse und geht, um am nächsten Tag wieder Hof zu halten.

20.07.2009

Montag

Es ist Juli und wir waren in einer Therme, weil das Wetter nicht Seetauglich war. Ich war im Juli in einer Sauna! Und anschließen wurde zwar draußen gegrillt, aber drinnen gegessen wegen des alltäglichen Weltuntergangs in Form von Regen.
Kann man Bezüge zwischen der Weltwirtschaftskrise, dem vielen Regen und der Geschichte um die Arche Noah bilden?

19.07.2009

Sonntag

Der Typ an der Kasse hatte 6 Schachteln Karo, Vanillemilch und Fischstäbchen die er mit Karte zahlen wollte und die ging nicht mehr. Das war am 14. des Monats. Entweder, er ist Freiberufler und keiner zahlt die Rechungen oder er ist ´ne arme Sau.

17.07.2009

Freitag

In F`hain hat jeder einen freilaufenden Hund, eine Tätowierung und keine geregelte Arbeit. Die Parks quellen nach einer lauen Sommernacht über vor Grillmüll und irgendwo dazwischen pennt immer einer, trommelt oder trinkt ein Bier. Der türkische Bäcker hat immer offen und im besetzten Haus daneben ist Lesben/ Transsexuellen Abend mit veganischer Verpflegung oder irgendwas anderes und dagegen sein, ist immer.
Und nur 5 Fußminuten weg, in Lichtenberg, führen dauergewellte ältere Damen ihre Cockerspaniel an der Leine in einem ausgesprochen gepflegten Park spazieren und füttern Enten. Und die Gardinen an den Fenster lassen vermuten, dass da ganz normal Vati, Mutti verhaut, wenn er aus der Eckkneipe kommt und Hertha nicht gespielt hat, wie gewollt.

05.06.2009

Freitag

Auch der Drogerist ist verloren gegangen, jetzt heißt es nur noch, die Schleckerfrau.

02.06.2009

Dienstag

Brotschneidemaschinen, wo seid ihr hin? Früher in jeder Küche und jetzt?

08.05.2009

Samstag

In 10 Jahren hab ich mit 5 Waschmaschinen mein Leben geteilt und ihnen viel Zeit gewidmet. Ich hab alles gehabt, Waschautomat, Top-oder Frontlader, Marken- als auch No-Name-Geräte.
Zur ersten kam ich, weil mein Vater es leid war, dass ich immer zu hause wusch. Er kaufte eine neue und schenkte mir die alte. Die ging auch eine Weile ganz alleine und entwickelte sich aber zum Sensibelchen. Waschen und Spülen lief prima, danach schrie sie nach Zuspruch und Unterstützung. Das Wasser musste manuell abgelassen werden. Dieser zeitaufwändige Steuerungfehler war nur der Anfang eines langsamen, qualvollen Todeskampfes, den sie verlor. Auf diese, folgte die Maschine meiner Oma. Ein zuverlässiges, solides Modell und sie starb nach fast 13 Jahren den natürlich Tod der Altersschwäche.
Über diesen Tod informierte ich meinen Bruder. Er meinte, dass er doch noch eine im Keller stehen hat, die könnte ich haben. Geht die? Klar die geht! Transport von 700 km organisiert und auch den Transport in den 4 Stock. Sie ging nicht!
Verzweifelt aufgegeben und lange ohne Waschmaschine gelebt.
Zum Geburtstag gab es eine Waschmaschine von Freunden. Eine Zicke. Die lief von Anfang an immer ein wenig aus, mal mehr, mal weniger, zickte halt rum. Wechselte ich das Programm zickte sie wieder weniger. Waschen hieß, alles hochstellen und danach das Bad wischen. Nach einem 40 Liter Auslauf beschloss ich, dass sie sterben wird.
Die Waschmaschine, die derzeit mein Leben mit mir teilt, ist unkompliziert, macht was ich einstelle, läuft nicht aus und will auch keine manuelle Unterstützung. So mag ich`s.

06.05.2009

Donnerstag

Ein Satz zum neidisch sein, heute gehört in der Tram: "Da bring ich einfach Tupperware mit und die kannst Du ja dann voll machen. Ja, Oma?"

Mittwoch

Weinbergschnecken jagen ihrem potenziellen Geschlechtspartner gegenseitig einen Kalkspieß in den Fuß, der ca. 1,1 cm groß ist. Durch ein daran haftendes Sekret wird der Geschlechtspartner simuliert. Eine Weinbergschnecke ist ca. 10 cm lang, der Spieß, nochmal zur Auffrischung, ca 1,1 cm. Ich bin 1,65m, mein Kalkspieß wäre dann rund 17 cm lang.
Laut schreiend und wehklagend würde ich davon humpeln, egal wann und warum mir so was, auch noch so sanft, in den Fuß geschoben wird.

10.04.2009

Freitag

Mein Bruder erzählte mir, dass er unserem Vater keine telefonische Auskunft darüber geben konnte, wie die Cappuccinomaschine funktionierte. Unser Vater wurde daraufhin ungeduldig und missmutig. Ich fragte meinen Bruder, warum er dies denn nicht wüßte? Daraufhin meinte er, dass unser Vater nicht die Maschine meines Bruders meinte, sondern jene, die in der Küche meines Vaters stand. 500 km entfernt von meinem Bruder, der seit 18 Jahren nicht mehr zuhause wohnt und keinen Kaffee trinkt.

24.03.2009

Montag

Wetteransage im Radio: Früh sehr viel Regen, mittags weniger, abends wieder sehr viel Regen.

21.03.2009

Samstag

Zwei Männer unterhalten sich über das Blackberry, der eine hat es der andere ist begeistert. Um auszuprobieren ob es auch in die Tasche des Anzuges paßt, steckt der Begeisterte es in die Tasche. Sagt der stolze Blackberry-Besitzer:"Siehst Du, trägt auch gar nicht auf."

01.02.2009

Sonntag

Ich hab Geduld, ich warte artig an der Kasse bis älteren Damen nach vollständgen Nachzählen ihrer Geldbörse feststellen, dass sie dann doch nicht das passende Wechselgeld dabei haben. Aber wenn sie dann auch noch anfangen ihre ca. 24 Kundenkarten rauszufischen, um ca 7 cent zu sparen, dann neigt sich meine Geduld doch einem Ende.

18.01.2009

Sonntag

Wenn Engel einen Flügel verlieren, fliegen sie dann ständig im Kreis?

Samstag

Unterhaltung mit meiner Nichte (3,5 Jahre) beim Anziehen:
Maus: "Hast Du keine Handschuhe?"
Frau Z: "Nein."
Maus: "Warum?"
Frau Z: "Die hab ich verloren."
Maus: "Warum"
Frau Z: "Weiß nicht, weil ich nicht helle bin."
Maus: "Bist Du dunkel?"

07.01.2009

Mittwoch

Massenmails oder sms mit belanglose Wünschen zu Weihnachten oder Neujahr sind sinnlos.
Sie beleidigen die guten Freunde, die eine persönliche Nachricht verdient hätten und die anderen aus dem Adressbuch interessiert es nicht und die löschen diese Nachricht umgehend.

27.12.2008

Samstag

Die guten Vorsätze für 2008 waren:
- weniger Knöllchen: erfüllt, das Auto ist abgemeldet
- Paddeln im Spreewald: erfüllt und war lustig

Die guten Vorsätze für 2009:
- mehr Gründlichkeit und Geduld